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Stadt tauscht aus:
weiblichen Ginkgo-Bäumen geht es an die Krone.
10.03.2010 // Aktuelles
Diese Meldung wird Ihnen präsentiert von: Einkaufen-In-Duisburg.de Die Redaktion
Stadt tauscht weibliche Ginkgo-Bäume aus: Arbeiten beginnen im Herbst
In den Herbstmonaten der letzten beiden Jahre gab es zahlreiche Beschwerden über extreme Geruchsbelästigungen, die durch Früchte von Ginkgo-Bäumen ausgelöst wurden. Nur die weiblichen Bäume tragen Früchte, allerdings erst nach einer Standzeit von 15 bis 20 Jahren. Im Reifeprozess der Früchte entsteht Buttersäure, die sich auf dem Boden, an Schuhen und auf dem Autolack festsetzt. Der dabei entstehende Geruch ist äußerst unangenehm. Durch eine Nassreinigung versuchte man die Belästigungen für die Anwohner zu minimieren. Normalerweise werden für die Pflanzung an Straßen nur männliche Exemplare gepflanzt. Es kann jedoch vorkommen, dass Baumschulen irrtümlich weibliche Exemplare geliefert haben, was durch die späte Samenbildung erst nach vielen Jahren erkannt wurde. Im Duisburger Stadtgebiet befinden sich 746 Ginkgo-Bäume an Straßen und Plätzen, wovon es sich bei 160 Exemplaren um weibliche Bäume handelt.
Der Umweltausschuss hat sich in seiner letzten Sitzung für den Austausch der weiblichen Bäume ausgesprochen. Die Reinigung der betroffenen Bereiche ist langfristig deutlich teurer als der Austausch der Bäume. Den Baumschulen ist es mittlerweile möglich, die Lieferung von männlichen Exemplaren zu garantieren. Der Austausch erfolgt in zwei Phasen im Herbst 2010 sowie im Frühjahr 2011. Die Kosten für den Austausch werden aus dem Grünpflegeetat gedeckt.
Der Ginkgo-Baum wurde um 1730 von Japan nach Europa gebracht, wo er bis zum Beginn der Eiszeit als heimische Gattung angesiedelt war. Die Baumart gilt als lebendes Fossil und wird als Jahrtausendbaum bezeichnet. Die Unempfindlichkeit gegen Umwelteinflüsse und Krankheiten macht den Ginkgo-Baum heute zu einem beliebten Straßenbaum gerade in Großstädten.
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